Ein Brief an die Sonne

Meine geliebte Sonne,

Du wirst mich hassen, ich weiß.

Ich muss Dir aber sagen, dass ich tun musste, was ich getan habe.
Ich war kurz davor wieder völlig zerstört zu sein. Die Eisprinzessin
war einfach zu grausam zu mir.

Ich musste es tun, weil ich das Gefühl hatte, mir nicht mehr alles
gefallen lassen zu können.
Ich musste es tun, weil ich lange durch die Hölle ging. …weiter lesen…

Erich Kästners zersägtes Motorrad und sein verhextes Telefon

Erich Kästners zersägtes Motorrad und
sein verhextes Telefon

Diese beiden Gedichte von Erich Kästner finde ich sehr unterhaltsam. Ich hoffe, dem ein oder anderen gefallen sie ebenfalls.

Das zersägte Motorrad

und

Das verhexte Telefon

Im Jahr 1933 hat er diese Gedichte in Wien aufgenommen. Die Aufnahmen sind erhalten geblieben und ich habe zwei Clips daraus gemacht. Die Gedichte also vertont als Clip und auch als Text.

Wohl bekomm’s! …weiter lesen…

Der Banause, der Goethe nicht zu schätzen weiß!

Der Banause,
der Goethe nicht zu schätzen weiß!

Bin ich ein Banause,
Wenn ich Goethes Werke
Nicht zu schätzen weiß?

Da mach ich kein Gezause,
Ganz ohne Vermerke
Brauche ich kein‘ Beweis.

Nach viel’n, viel’n Versuchen,
Brauch ich nicht zu schauen,
Der Gothe liegt mir einfach nicht.

Man darf mich nun Verfluchen,
In mir ist auch kein Grauen,
Nennt mich doch des Wortes Wicht!

Lessing, Schiller, Heyse,
reichen mir zum Glück,
wofür noch auf die Suche?

Nach der Worten Weise,
In einem einzel’n Stück?
Da mach ich kein Gefluche!

Wenn ich aber ehrlich bin:
Ich kann es doch nicht besser!
Für Worte such ich oft den Sinn,
Verschont mich mit dem Messer!

Gunter, ich seh Dich auf der anderen Seite!

Gunter, ich seh Dich auf der anderen Seite!

Für manche Dinge ist es manchmal zu spät. Tragisch ist es, dass wir viele Dinge versäumen, weil wir zu viel nach hinten verschieben. Ich wollte Gunter Gabriel immer einmal live auf der Bühne erleben. Hier in Berlin hätte ich mehrfach die Chance gehabt.

Nun ist es zu spät. Ein Großer ist gestern, am 22. Juni 2017, von uns gegangen. Gunter Gabriel ist gestorben.

Ich glaube zwar nicht an ein Leben nach dem Tod, es ist dennoch tröstlich, wenn man sagt:
„Hey, ich sehe Dich auf der anderen Seite!

Mir bleibt nur noch übrig sein unterschätztes Album Sohn aus dem Volk zu hören und mir vorzustellen, ihn dennoch irgendwann einmal live zu erleben.

Als Erinnerung ein Clip mit ihm und Hendryk Broder.

 

Der Vergessene: Paul Heyse – Im Lenz

Der Vergessene:

Paul Heyse – Im Lenz

Ein Schriftsteller ist in Vergessenheit geraten und ich gebe es zu:

Auch mir war er nicht bekannt. Meine Schulbildung musste ohne den Nobelpreisträger in Literatur von 1910 Paul Heyse - Deutsches Historisches Museumauskommen. Erst im Deutschen Historischen Museum von Berlin habe ich ihn kennengelernt. Dort erblickte ich ein Portrait; das zugehörige Schild wies es als Portrait von Paul Heyse aus. Meine Neugier war geweckt und ich habe mir ein wenig von ihm zu lesen besorgt.

Insgesamt schrieb der deutsche Schriftsteller 180 Novellen, acht Romane, 68 Dramen und unzählige Gedichte. Gerade die Gedichte der Anfangszeit sind häufig von einer begleitenden Wehmut geprägt. Diese Gedichte müssen mich einfach ansprechen.

 Warum ich nie von ihm zuvor gehört habe, kann ich mir nicht erklären. Selbst Google weist nur „Ungefähr 406.000 Ergebnisse (0,64 Sekunden)“ auf. Im Vergleich das Phantasieprodukt „Peter Kleinkariert“ schafft es bereits auf 338.000 Ergebnisse.

Wenn es meine Zeit erlaubt, werde ich mich tiefer mit seinen Werken beschäftigen. Beim Projekt Gutenberg und bei Kindle gibt es einiges für den sehr schmalen Geldbeutel. 😉

Zunächst habe ich aber das Gedicht Im Lenz herausgesucht.

Im Lenz, im Lenz,
Wenn Veilchen blühn zuhauf,
Gib acht, gib acht,
Da wachen die Tränen auf.

Im Herbst, im Herbst
Fiel alles Laub vom Baum.
Ach, Lieb‘ und Glück
Vergangen wie ein Traum!

Gib acht, gib acht,
So ist der Dinge Lauf:
Blumen und Wunden
Brechen im Frühling auf.

Paul Heyse - Im Lenz

Literatur von Paul Heyse bei Amazon

E-Books – geschenkt und fast geschenkt von Kindle

Bücher – auch oft recht günstig

 

 

Facebook und Stalking und vergangene Liebe

Facebook und

Stalking und

vergangene Liebe

Sonntags zwinge ich mich zur Ruhe. Sonntags schaue ich, wie es verflossenen Bändern geht, die es einst zwischen mir und der Sonne gab. Bänder, die Wärme und Geborgenheit gaben. Viel zu kurze Momente, brutal beendet, singen eine ewig zu vermissende Melodie. Ich dämpfe die Melodie und gehe der Sehnsucht nach. Was macht sie? Wie geht es ihr? …weiter lesen…

Klaus Kinski singt und spricht Bertolt Brecht

Klaus Kinski singt und spricht Bertolt Brecht

Das enfant terrible der deutschen Schauspielkunst, Klaus Kinski, führte am 9. April 1959 Bertolt Brecht auf. Die entstandenen Aufnahmen wurden erst im Jahre 2003 wiederentdeckt und veröffentlicht.

Die einzelnen Titel des Auftritts

  1. Und was bekam des Soldaten Weib
  2. Der Anstreicher spricht von kommenden grossen Zeiten Intro
  3. Der Barbara Song oder die Ballade vom Nein und Ja
  4. O du Fallada, da du hangest
  5. Ballade vom Weib und dem Soldaten
  6. An die Nachgeborenen
  7. Kinderkreuzzug 1939
  8. An meine Landsleute
  9. Vier Aufforderungen an einen Man
  10. Vom Sprengen des Gartens


Kinski spricht Kinski

Nikolai Kinski ist der Sohn von Klaus Kinski. Er spricht die Gedichte seines Vaters, die zu Lebzeiten nie veröffentlicht worden sind. Einen Ausschnitt kann man auf seiner Seite hören.

Die Gedichte von Klaus Kinski wurden posthum als Buch veröffentlicht

Fieber-Tagebuch eines Aussätzigen: Gedichte

 

manchmal – oft – immer

manchmal – oft – immer

Manchmal bin ich entsetzlich leer,
leer wie die letzte Flasche Bier, die noch lange
nicht die letzte sein kann.

Das Gefühl der Leere, ohne leer sein zu
dürfen oder zu wollen, das ist nicht schön.
In der Leere ist alles nicht schön.

Ist das Bier leer, ist es einfach.
Man holt neues, damit es erneut beginnen kann.
Leeren, den Schrank füllen, leeren, abschalten.

Gegen die Leere im Kopf hilft es nicht.
Sie bleibt, sie bleibt beharrlich bestehen,
ungewollt, beharrlich, zäh.

Oft bin ich alleine und leer,
alleine wie die letzte Flasche im Schrank,
Sie will Gesellschaft, so wie ich.

Sie muss nicht alleine sein, ein wenig Geld,
ist noch da, ein wenig Bier im Laden,
zum Laden gequält und nicht mehr allein.

So ist es oft, vielzuoft, immerallein
Schnelle Gedanken, verirren sich in der Leere,
manchmal, oft, immer

Clip: Roter Mercedes – ein Auftritt mit Texten von Charles Bukowski

Clip:
Roter Mercedes
– ein Auftritt mit Texten von Charles Bukowski

Zwei Schauspieler, eine Gitarrist und das Spätwerk von Charles Bukowski.

Einen wunderbaren Auftritt mit dem Spätwerkt von Charles Bukowski begleitet durch einen Blues-Gitaristen kann man bei youtube finden. Auf Anhieb war es recht schwierig Informationen zu dieser Veranstaltung zu finden. Über weitere Informationen bin ich dankbar. …weiter lesen…

1978 – Buk, der schmutzige alte Mann in Hamburg

1978 – Buk, der schmutzige alte Mann in Hamburg

Ein Clip – als Charles Bukowski sich in Hamburg die Ehre gab.

Es ist die Dokumentation zum Buch „Die Ochsentour (Shakespare Never Did This). Die einzige und zugleich legendäre Lesung Bukowskis in der Hamburger Markthalle ist in diesem Film dokumentiert.

Vorab gibt es ein Interview mit seinem Stammübersetzer Carl Weissner, der sich zu einem Freund Bukowskis entwickelte. …weiter lesen…