Facebook und Stalking und vergangene Liebe

Facebook und

Stalking und

vergangene Liebe

Sonntags zwinge ich mich zur Ruhe. Sonntags schaue ich, wie es verflossenen Bändern geht, die es einst zwischen mir und der Sonne gab. Bänder, die Wärme und Geborgenheit gaben. Viel zu kurze Momente, brutal beendet, singen eine ewig zu vermissende Melodie. Ich dämpfe die Melodie und gehe der Sehnsucht nach. Was macht sie? Wie geht es ihr? …weiter lesen…

manchmal – oft – immer

manchmal – oft – immer

Manchmal bin ich entsetzlich leer,
leer wie die letzte Flasche Bier, die noch lange
nicht die letzte sein kann.

Das Gefühl der Leere, ohne leer sein zu
dürfen oder zu wollen, das ist nicht schön.
In der Leere ist alles nicht schön.

Ist das Bier leer, ist es einfach.
Man holt neues, damit es erneut beginnen kann.
Leeren, den Schrank füllen, leeren, abschalten.

Gegen die Leere im Kopf hilft es nicht.
Sie bleibt, sie bleibt beharrlich bestehen,
ungewollt, beharrlich, zäh.

Oft bin ich alleine und leer,
alleine wie die letzte Flasche im Schrank,
Sie will Gesellschaft, so wie ich.

Sie muss nicht alleine sein, ein wenig Geld,
ist noch da, ein wenig Bier im Laden,
zum Laden gequält und nicht mehr allein.

So ist es oft, vielzuoft, immerallein
Schnelle Gedanken, verirren sich in der Leere,
manchmal, oft, immer

Wohin geht der Weg?

Wohin geht der Weg?

Das habe ich lange nicht mehr gemacht. Ich bin lange nicht mehr einfach los gelaufen und habe geguckt, wohin der Weg mich führt. Heute mache ich dies seit langer Zeit wieder – zum ersten Mal seit gefühlten Ewigkeiten. Ich gehe einfach los: Auf der Tastatur mit Worten. …weiter lesen…

Depression

Depression

Manchmal erwischt es mich. Es erwischt mich, ohne dass es einen konkreten Anlass gibt. Es passiert immer, wenn ich alleine bin. Ich bin oft alleine.

Dann erfasst mich eine unsagbare Traurigkeit. Egal, was ich tue, egal wie ich versuche, mich abzulenken, sie umklammert mich. Diese unsagbare Traurigkeit – sie ist da. Sie ist nicht konkret. Sie ist nicht angreifbar. Sie ist einfach da. Sie quält und martert. Sie hat keinen Grund, ein Kampf scheint aussichtslos. …weiter lesen…

Schwarz ist keine Farbe, schwarz ist aber meine Farbe

Schwarz ist keine Farbe

oder

Erklär mir die Welt

Erklär es meiner Seele.
Erklär meiner Seele, dass
die Welt so bunt und schön ist,
wir auf dem richtigen Weg sind.

Erklär meiner Seele, dass
es nicht um Missgunst und Neid geht,
ein jeder nur das Beste will –
nicht für sich, sondern die Welt.

Erklär meiner Seele,
die Kriege, die Wut, die Kälte.

Erklär meiner Seele,
warum das Böse als das Gute kommt.

Erklär meiner Seele,
warum der Mensch
so wenig sieht,
so wenig hört,
so wenig fühlt.

Erklär mir bitte, bitte die Welt.

 

Ficken

Ficken

Ich spüre es noch,
wie wir dieses Wort füllten
– mit Zärtlichkeit und Liebe.
Wir nahmen dem Wort
alles Negative und füllten
es neu mit unseren Gefühlen
für uns.

Ich erinnere mich,
wie Du zärtlich
geflüstert hast:
„Lass uns ficken!“

Es versetzte uns in
zärtliche Verzückung.

Ich erinnere mich,
wie wir spürten,
wie wir waren.
Wir waren so zärtlich, so intensiv.
Ficken.

Nun drängt es sich wieder
in seiner alten Bedeutung auf.
Es wird belanglos –
wie es einst war –
geprägt von reiner Körperlichkeit.

Es verliert seine Zärtlichkeit,
es verliert seine Liebe.
Es verliert unsere Liebe.

Ich will das nicht.

Ich will doch nur Dich.