Chaos Zuhause im Kopf.

Chaos Zuhause im Kopf.

Es explodiert. Es explodiert täglich.
Emotionen – Zuneigung, Liebe, Zärtlichkeit, aber auch Wut, Angst, Trauer. Explodieren ist vielleicht der falsche Ausdruck. Es sind viele Kollisionen im Kopf.

Die Gedanken ans Notwendige brechen immer wieder dazwischen. Ein ständiges Chaos, das beherrscht werden will. Dann ist aber das Chaos kein Chaos mehr.
Chaos ist ein Teil meiner Selbst. Chaos ist anstrengend.
Nicht das Chaos Zuhause, sondern das Chaos im Kopf. Nennen wir es doch “Chaos Zuhause im Kopf”.

Jedes Geräusch stört den Fluss der Gedanken, wenn Sie einmal in eine Richtung gehen. Das Plappern meines Sohnes – es stört sehr oft. Aber er muss mich doch stören – er ist doch ein Kind. Ich liebe ihn doch.

…und schon wieder ein Gedanke: Warum kann ich nicht einfach einmal aufhören zu denken? Warum kann ich nicht normal für meinen Sohn da sein? Warum quälen mich diese Störungen so?
Meine Gedanken ändern ja nichts. Man hört mir nicht zu. Man nimmt mich nicht ernst. Ein Grund, mich von vielen Menschen zu lösen. Eltern? Habe ich, danke. Geschwister? Habe ich, danke.

Schon kommt mir wieder Griechenland in den Sinn. Warum macht man es noch kaputter? Fleisch – warum essen die Menschen noch so viel Fleisch? Atomenergie… warum…? Religionen? Gleichstellung? Warum…

Es quält mich alles ohne Sinn. Es hat keinen Sinn, wenn ich denke und zu anderen Ergebnissen komme, als die, die uns beherrschen. Es ist nur das “Chaos Zuhause im Kopf”.

Einst gab es einen Helfer, der meinen Kopf ein wenig Ruhe gab. Dieser Helfer ist lange fort. Es war ein hinterhältiger Helfer – ein zerstörerischer Helfer. Er musste weg. Für immer hinfort.

Ja und wo bist eigentlich du? Du, die du mir wirklich geholfen hast? Die mir wirklich Ruhe geschenkt hat? Wo bist du nur geblieben? Du hast Dich verändert oder spielst mir etwas vor, damit ich Ruhe gebe.

Allein das kann ich doch nicht einfach so. Es ist doch alles voller Emotion. Es ist doch alles voller Gedanken. Die Gedanken an Dich, an die Welt, an so viele Menschen. Aber vor allem an dich. Wie du warst, wie es für mich war, wie wir waren, wenn wir zusammen waren.

Und immer wieder die Welt mit ihren Problemen und ihren menschlichen Irrungen. Der Mensch könnte es sich schön einrichten. Er macht es kaputt. So sind wir.


 

Zuerst veröffentlicht im pelzblog.


 

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